Landesverband für Amphibien- und Reptilien-Schutz in Bayern e.V.

Sumpfschildkröte, Feuersalamander, Ringelnatter, Springfrosch, Zauneidechse

Herzlich willkommen
beim Landesverband für Amphibien- und Reptilienschutz in Bayern e.V.


2. Bayerische Biodiversitätstage am 20/21. März 2020

(11. Feb. 2020) am 20. und 21. März finden zum zweiten Mal die Bayerischen Biodiversitätstage statt. Thema sind diesmal die

„Fließgewässer — neue ökologische Erkenntnisse und Gefährdungspotentiale“

Veranstalter ist der Landesbund für Vogelschutz in Bayern in Zusammenarbeit mit der Universität Bayreuth und den Staatlichen naturwissenschaftlichen Sammlungen Bayerns mit Unterstützung der Stiftung Bayerisches Naturerbe.
Weitere Informationen entnehmen Sie bitte dem interner Link Tagungs-Flyer. Anmeldeschluss ist am 15. März 2020 (Anmeldeformular im Flyer)


Jahrestagung 2020 des LARS am 1. Februar 2020

(18. Jan. 2020) Unsere Tagung und die Mitgliederversammlung 2020 werden am 1. Februar in Freising-Weihenstephan stattfinden. Nachdem nun unser Atlas „Amphibien und Reptilien in Bayern“ fertig gestellt ist, der viele Kapazitäten gebunden hat, ist es nun an der Zeit, in die Zukunft zu blicken.
Daher wird das Tagungsthema sein:

„Amphibien und Reptilien in Bayern: Was machen wir aus unserem neuen Grundlagenwerk?"

Nach diversen Vorträgen soll diese Frage in der Abschlussdiskussion erörtert werden: Welche Notwendigkeiten hinsichtlich des Schutzes unserer Tier­gruppen ergeben sich aus den im Atlas zusammengetragenen Erkenntnissen und was kann getan werden?

Tagungsort:
WZW - Wissenschaftszentrum Weihenstephan
Hans-Carl-von-Carlowitz-Platz 1, 85354 Freising
Vortragssaal: Hanskarl-Goettling-Saal der LWF

Uhrzeit: 10:00 Uhr bis 17:00 Uhr
Daran anschließend: Mitgliederversammlung

Nähere Informationen zum Tagungsprogramm finden Sie interner Link hier.


Grundlagenwerk/Atlas „Amphibien und Reptilien in Bayern“

Buch Titelseite(Nov. 2019) Nach langer Vorbereitungszeit und unzähligen Arbeitsstunden ist es endlich fertig, das Grundlagenwerk zur Herpetofauna Bayerns. Es ist seit dem 14. Nov. 2019 im Handel verfügbar.

interner Link Buchvorstellung 

externer Link: Ulmer Verlag Ulmer Verlag Stuttgart

 

 

 

 


Berücksichtigung von Amphibien und Reptilien bei der Renaturierung von Fließgewässern und Auen: Positionspapier des (LARS e.V.)

(Oktober 2019) Auen sind natürlicher Lebensraum vieler heimischer Amphibien- und Reptilienarten. Aktuelle Bemühungen zur Renaturierung bzw. Dynamisierung von Auen sieht der Landesverband für Amphibien- und Reptilienschutz in Bayern e.V. (LARS) daher grundsätzlich positiv. Häufig erfolgen Renaturierungsmaßnahmen jedoch unzureichend oder nicht sachgerecht in Hinblick auf die Herpetofauna.

Der LARS hat daher ein Positionspapier zur Auenrenaturierung verfasst. Die Positionen des LARS sind:

1. Natürliche, artenreiche Auen sind von der Dynamik des Fließgewässers geprägt. Wasserbauliche Eingriffe in die letzten natürlich dynamischen Auenabschnitte sind unbedingt zu vermeiden. Noch vorhandene dynamische Prozesse müssen erhalten oder neu ermöglicht werden.

2. Das vorrangige Ziel jeder Auenrenaturierung muss die Erhöhung der Gewässer­dynamik, insbesondere ihrer Morphodynamik sein. Dazu ist dem Gewässer der nötige Raum zu geben. Bisherige Renaturierungen sind oft zu kleinflächig und gehen in aller Regel nicht weit genug, um die ursprüngliche Habitatvielfalt wieder herzustellen.

3. Vor Eingriffen in die Auenlandschaft muss eine umfangreiche Abwägung aller betroffener Schutzgüter erfolgen. Als Landesverband für Amphibien- und Reptilien­schutz in Bayern e.V. setzen wir uns in besonderem Maße für den Erhalt und die Neuschaffung von Amphibien- und Reptilienhabitaten ein.

4. Vor Eingriffen in Auenbereiche müssen spezifische Untersuchungen bzw. Verträglichkeitsprüfungen zu allen relevanten Organismengruppen über einen ausreichend langen Zeitraum erfolgen, um negative Auswirkungen zu vermeiden. Managementpläne oder Aktionsprogramme können diese nicht ersetzen.

5. Großflächige Eingriffe in die Auenlandschaft dürfen nur genehmigt werden, wenn sie eine ökologische Verbesserung des Auenökosystems hin zu einer Renaturierung sind. Dies umfasst Maßnahmen zu einer effektiven Dynamisierung der Aue wie Deichrückverlegungen, Verbreiterung der aktiven Aue oder den Rückbau von Sperr­bauwerken. Ist absehbar, dass durch eine Dynamisierung der Aue wichtige Habitat­elemente der Herpetofauna verloren gehen, muss rechtzeitig Ersatz geschaffen werden.

6. In Auenabschnitten, in denen eine ausreichende Dynamik nicht mehr ermöglicht werden kann, ist eine ausreichende Anzahl an Amphibien- und Reptilienhabitaten bereitzustellen und zu erhalten. Diese hat sich an populationsökologischen Erforder­nissen zu orientieren.

7. Die Einrichtung von Flutpoldern lehnen wir aus ökologischen Gründen ab. Ökolo­gische Flutungen können erfolgen, wenn genannte Maßnahmen nicht umsetzbar sind.

8. Die Durchlässigkeit der Aue als lineare Wanderachse für Amphibien und Reptilien ist sicherzustellen.

9. Es müssen geeignete Maßnahmen ergriffen werden, um (potentielle) Amphi­bien­laichgewässer möglichst dauerhaft fischfrei zu halten.

10. Es sind geeignete Maßnahmen zu ergreifen, um die Verbreitung von invasiven Neobiota zu verhindern.

Das Positionspapier mit Erläuterungen und Begründung der Punkte wurde in der Zeitschrift für Feldherpetologie 26, S. 236—246 veröffentlicht und kann als pdf-Datei heruntergeladen werden:
 interner Link Positionspapier Auen-Renaturierung

(Verfasser: Christian Köbele, Karlheinz Schaile, Manfred Drobny, Otto Aßmann & Andreas Zahn)


Zu den interner Link älteren Mitteilungen 

 


letzte Aktualisierung: 11. Feb. 2020


Neue/erweiterte Inhalte:

(10.11.2019)
Projektbeispiel für Artenhilfsmaßnahmen:
interner Link Gelbbauch­unke im Alt-Land­kreis Neuburg: Aktualisierung (Ergänzung der Jahre 2017—2019)